Feuchtigkeitscreme Test 2019

Text von Kosmetikliste Test Team | 18.02.2019

Feuchtigkeitscreme Test 2019

Eine gute Feuchtigkeitscreme versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und unterstützt sie dabei, die natürliche Hautfeuchtigkeit zu bewahren. Je nach Zusammensetzung der Creme wird Deine Haut mit einem leichten Film aus Feuchtigkeit und Fett überzogen, der ein angenehmes Gefühl hinterlässt und Deine Hautbarriere stärkt. In diesem Ratgeber klären wir Dich über die Wirkweise einer guten Feuchtigkeitscreme auf und informieren Dich über wichtige Inhaltsstoffe, damit Du ein Produkt auswählen kannst, das optimal zu den Bedürfnissen Deiner Haut passt.

Die beste Feuchtigkeitscreme muss die Hautfeuchtigkeit bewahren können

Deine Haut ist von einem komplexen Gemisch aus Feuchtigkeit, verschiedenen Fetten, Drüsensekreten und Spaltprodukten des Verhornungsprozesses überzogen. Diese als Hydrolipidmantel bezeichnete Schicht macht Deine Haut widerstandsfähiger gegenüber Umwelteinflüssen und sorgt dafür, dass sie zart und geschmeidig bleibt. Je nach Alter und Lebensweise kann der Hydrolipidmantel jedoch schnell aus dem Gleichgewicht geraten. Eine gute Feuchtigkeitscreme unterstützt Deine Haut dabei, wertvolle Feuchtigkeit zu bewahren und den Hydrolipidmantel auf diese Weise zu stabilisieren.

Hydratisierer: Inhaltsstoffe die Feuchtigkeit spenden und bewahren

Hydratisierer zählen zu den wichtigsten Inhaltsstoffen von Feuchtigkeitscremes. Es handelt sich um feuchtigkeitsspendende und feuchtigkeitsbewahrende Substanzen, die dazu beitragen können, den Zustand Deiner Haut zu verbessern.

Feuchtigkeitscreme mit Hyaluronsäure

Feuchtigkeitscreme mit Hyaluronsäure

Hyaluronsäure ist eine natürliche Substanz, die überall in unserem Körper zu finden ist – nicht nur in der Haut und im Bindegewebe, sondern auch im Glaskörper unserer Augen und in den Gelenken. Da Hyaluronsäure in der Lage ist, große Mengen Wasser zu speichern, übernimmt sie eine wichtige Funktion für die Feuchtigkeitsbewahrung in der Haut. Dabei ist zwischen zwei verschiedenen Arten von Hyaluronsäure zu unterscheiden: Die Moleküle von hochmolekularer Hyaluronsäure sind zu groß, um in die Haut einzudringen. Sie überziehen die Haut stattdessen mit einem hauchdünnen Schutzfilm aus Feuchtigkeit. Niedermolekulare Hyaluronsäure dringt hingegen bis in tiefere Hautschichten vor und füllt die Wasserspeicher der Haut wieder auf.

Glycerin

Glycerin ist auch unter dem Namen Glycerol bekannt. Chemisch gesehen handelt es sich um einen Zuckeralkohol, der in allen tierischen und pflanzlichen Fetten zu finden ist. Darüber hinaus ist Glycerin ein natürlicher Hautbestandteil, der auf Wasser anziehend wirkt und die Haut dabei unterstützt, Feuchtigkeit zu binden.

Urea

Urea, auch Harnstoff genannt, besteht aus Kohlendioxid und Ammoniak. Die Substanz wird vom Körper selbst produziert und ist beispielsweise im Urin und im Schweiß zu finden. Sie ist zudem Teil des natürlichen Säureschutzmantels der Haut und spielt auf diese Weise eine wichtige Rolle für unseren Hautzustand. Ein Mangel an Urea führt zu trockener Haut, während von außen zugeführter Harnstoff den Feuchtigkeitshaushalt der Haut wieder stabilisieren kann. Die Substanz wird bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts synthetisch hergestellt und weist keine tierischen Bestandteile auf, sodass Feuchtigkeitscremes mit Urea auch für Veganer und Vegetarier geeignet sind.

NMFs

Die Abkürzung NMF steht für „Natural Moisturizing Factors“, zu deutsch: natürliche Feuchthaltefaktoren. Es handelt sich um kleine, hydrophile Moleküle, die Wasser in der Epidermis und im Hydrolipidfilm der Haut binden und einer Verdunstung entgegenwirken. Die meisten Feuchtigkeitscremes enthalten ein Gemisch aus mehreren Feuchthaltefaktoren, um die positive Wirkung auf die Haut zu verstärken.

Aloe Vera

Aloe Vera ist eine Pflanzenart, deren Saft pflegende Eigenschaften hat und dabei in vielen Kosmetikprodukten Verwendung findet. Aloe Vera unterstützt die Haut bei der Zellerneuerung und ist daher in der Lage, kleine Hautirritationen zu lindern. Außerdem bindet die Substanz größere Mengen Feuchtigkeit und stärkt auf diese Weise den natürlichen Säureschutzmantel.

Matrikine

Matrikine sind Peptide, genauer gesagt Mikroproteine. Sie regen die Haut zur Neubildung von Kollagen an und tragen auf diese Weise zur Reduzierung von Falten bei. Matrikine sind daher in vielen Feuchtigkeitscremes mit Anti-Aging-Effekt enthalten.

Feuchtigkeitscremes für unterschiedliche Hautbilder

Für trockene Haut

Feuchtigkeitscreme für trockene Haut

Trockene Haut ist in der Regel sehr dünn und feinporig. Die Folge: Talg kann nicht in ausreichender Menge durch die Poren nach außen vordringen. Die Haut bleibt trocken und es bildet sich keine zuverlässige Schutzschicht. Eine gute Feuchtigkeitspflege ist in diesem Fall unerlässlich. Am besten greifst Du zu einer allergenfreien Feuchtigkeitscreme, die neben Hydratisierern auch pflanzliche Öle und Fette enthält.

Für reife Haut

Reife Haut ist trocken, wenig elastisch und wirkt oftmals schlaff und faltig. Eine gute Feuchtigkeitscreme für reife Haut versorgt auch die inneren Hautschichten mit Feuchtigkeit, unterstützt den natürlichen Säureschutzmantel der Haut und kurbelt ihre Regeneration an. Am besten greifst Du zu einer Kombination aus reichhaltigen Tages- und Nachtcremes, um die Aufnahmefähigkeit Deiner Haut zu verbessern und ihre kollagenen Fasern zu schützen.

Für unreine Haut und Akne

Bei fettiger und zu Unreinheiten neigender Haut sind die Talgdrüsen übermäßig aktiv. Die Folge: Die Poren verstopfen und es bilden sich unangenehme Mitesser und entzündliche Pickel. Um Deinen Hautzustand zu normalisieren, solltest Du zu einer möglichst leichten Feuchtigkeitscreme mit einem geringen Anteil an Fetten und Ölen greifen. Alternativ kannst Du zur Hautpflege auch ein fettfreies Serum verwenden. In jedem Fall empfehlen wir Dir Produkte mit beruhigenden Wirkstoffen sowie mit Substanzen, die in der Lage sind, die übermäßige Talgproduktion zu stoppen.

Für Mischhaut

Wenn Du eine nur schwach ausgeprägte Mischhaut hast, kannst Du zu einer Feuchtigkeitscreme für normale bis trockene Haut greifen. Fallen die Unterschiede zwischen der T-Zone und den äußeren Gesichtsbereichen stärker ins Gewicht, ist es ratsam, zwei verschiedene Produkte zu verwenden. Die Creme für die T-Zone sollte in diesem Fall Substanzen wie Zink, Urea und Hyaluronsäure enthalten. Das Produkt für die äußeren Gesichtsbereiche darf ein wenig reichhaltiger sein und neben Vitaminen und Kollagen auch pflanzliche Öle und Fette enthalten.

Für empfindliche Haut

Die meisten Menschen mit empfindlicher Haut benötigen eine reichhaltige Feuchtigkeitscreme, die die Haut mit einer schützenden Schicht aus Fett und Feuchtigkeit überzieht. Ob das auch in Deinem Fall zutrifft, hängt von Deinem individuellen Hautzustand ab. Du musst also womöglich ein wenig experimentieren, um eine passende Feuchtigkeitscreme zu finden.

Gibt es eine Feuchtigkeitscreme ohne Fett?

Eine Feuchtigkeitscreme, die vollständig ohne Fett auskommt, gibt es nicht. Denn: Bei einer Feuchtigkeitscreme handelt es sich immer um eine Emulsion – also beispielsweise um eine Öl-in-Wasser-Emulsion. Im Handel findest Du jedoch mehr oder weniger reichhaltige Feuchtigkeitscremes. Wenn Du sehr fettige, unreine Haut hast und ein fettfreies Produkt benötigst, halte Ausschau nach einem Serum oder einem Gel.

Was ist eine nicht-komedogene Feuchtigkeitscreme?

Bei einer nicht-komedogenen Feuchtigkeitscreme kannst Du Dir relativ sicher sein, dass sie Deinen Hautzustand nicht weiter verschlechtert. Denn: Nicht-komedogene Produkte sind frei von Substanzen, die die Entstehung von Mitessern (= Komedonen) fördern.

Was sollte eine Feuchtigkeitscreme für Männer enthalten?

Feuchtigkeitscreme für Männer

Männerhaut ist in der Regel fettiger und neigt somit eher zu Unreinheiten als Frauenhaut. Der Fettanteil einer Feuchtigkeitscreme für Männer sollte also nicht allzu hoch sein. Empfehlenswert sind feuchtigkeitsbetonte Cremes, die auch nach der Rasur einen pflegenden, beruhigenden Effekt auf die Haut haben.

Ist eine Creme aus der Apotheke besser?

Leider sind Cremes aus der Apotheke nicht grundsätzlich besser oder hochwertiger als solche aus der Drogerie. Stattdessen werden auch hier viele Produkte mit potenziell schädlichen Inhaltsstoffen angeboten. Darüber hinaus sind Feuchtigkeitscremes aus der Apotheke meist teurer. Wir empfehlen Dir, Dich möglichst intensiv mit Inhaltsstoffen von Kosmetika zu befassen und die INCI-Listen vor dem Kauf genau zu studieren.

Fazit

Eine gute Feuchtigkeitscreme sollte bei Deiner täglichen Pflegeroutine keinesfalls fehlen. Da jede Creme eine andere Zusammensetzung und einen anderen Fettgehalt aufweist, solltest Du bei der Auswahl jedoch sehr sorgfältig vorgehen und Deine Haut genau beobachten. Nur so stellst Du sicher, dass die Feuchtigkeitscreme optimal zu den Bedürfnissen Deiner Haut passt und Dein Hautzustand langfristig normalisiert beziehungsweise stabilisiert wird.

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